Projekt JHU
Bauherr Stadt Ulm
Jahr 2005, 2007-2008
Status Fertiggestellt
Beschränkter Wettbewerb
  1. Preis
Leistungsphasen 2, 3, 5, 8
Gesamkosten 425.000 €
Kosten KG 500 198.615 €
Grundstück 2.568 m²
Lichtplanung Bartenbach, Innsbruck
   
Team Andreas Hardegger
Marisol Rivas
Christian Schmutz

A-U-R-A JHU (410KB)

Die Aufhebung der PKW-Stellplätze gibt dem Judenhof die Möglichkeit, wieder ein attraktiver städtischer Raum zu werden. Der allseits von Platzkanten gefasste Raum hat mit seiner überschaubaren Größe und Proportion die Qualität, eine Art 'Zimmer' der Stadt zu werden, das besonders für kleinere Veranstaltungen geeignet ist.

Zwischen den Platzwänden wird eine durchgehende Oberfläche geschaffen, deren Belag aus Basaltrundpflaster aus den benachbarten Gassen in den Raum hineinläuft. Um dem Platz einen klaren eigenständigen Charakter zu geben, wird ein Platzfeld vorgeschlagen, der den Raum wie ein 'Teppich' im Zimmer gliedert. Dieser wird aus Muschelkalk-Platten in drei Formaten gebildet, deren streifenartigen Anordnung eine gewebeartige Textur formen. Im Bereich der Baumgruppe wird eine wassergebundene rechtwinklige Fläche in den Muschelkalk eingelegt, die von einem reliefartigen Schriftband aus Metall, einen 'Saum aus Text' eingefasst wird und eine kurze Chronik von Namensgebung und Geschichte des Judenhofes vermittelt.

Die Beleuchtung gliedert sich in drei miteinander abgestimmte Bestandteile: Leuchtelemente im Baumbereich, der Beleuchtung der Fassaden und den Mastlampen am nördlichen Ende des Platzes. Dabei bilden die vertikalen Platzbegrenzungen der bestehenden Hausfassaden einschließlich der prägnanten, bestehende Baumgruppe am Neptunbrunnen die eigentliche Lichtgestaltung am Platz.
Die offene und großzügige Gestaltung ermöglicht eine variable Nutzung des Platzes für verschiedene städtische Aktivitäten.

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